Worauf man beim Kauf einer Photovoltaik-Anlage achten sollte

Die 5 Tipps vom Profi

 

  1. Preis-/Leistungsverhältnis
    Wie bei jeder Investition sollte auf ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis geachtet werden. Langlebige und gut verarbeitete Module gibt es nicht zum billigsten Preis. Umgekehrt ist die Investition in überteuerte Technik ohne erkennbaren Zusatznutzen ebenso wenig sinnvoll. Der Markt an Herstellern und Modulen ist inzwischen selbst für Profis unüberschaubar und ständig im Wandel. Fachfirmen wissen, welche Module derzeit zu empfehlen sind und mit welchen Typen Installateure die besten Erfahrungen machen.
  2. fachgerechte Planung und Dimensionierung der Komponenten
    Jedes Dach und jedes Haus ist anders. Komplettpakete können nur einen Anhaltswert bieten. Der Profi stellt die Anlagenkomponenten wie Module, Netzeinspeiser, Verschaltung und Kabelquerschnitte individuell zusammen und erzielt so den maximal möglichen Ertrag für jeder Anlage. Mit dem sogenannten Matching (= Vorsortierung der Module nach tatsächlicher Leistung) werden auch noch die letzten Prozentpunkte Ertrag und damit Geld herausgeholt.
  3. Markenhersteller bevorzugen
    Viele Hersteller geben inzwischen Leistungsgarantien für ihre Module von bis zu 25 Jahren. Diese Garantie nützt natürlich nur dann etwas, wenn es den Hersteller im Ernst- und damit Garantiefall auch noch gibt. Seriöse Markenhersteller kalkulieren mögliche Kosten für Produktions- oder Serienfehler einer Charge mit ein und können somit auch tatsächlich im Falle eines Falles alle Austauschkosten übernehmen. Leider hat der massive Preisdruck im Markt in den letzten Jahren dazu geführt, dass immer mehr „No-Name“-Hersteller und „Ein-Mann-Händler“ mit gemieteten Bürocontainern, die wahrscheinlich in ein paar Jahren wieder verschwunden sind, das schnelle Geld machen wollen. Diese können natürlich einige Prozent günstiger anbieten – sind aber auch im Gewährleistungsfall nicht mehr greifbar. Erfahrungsgemäß kann man sagen, dass eine gute Marke etwa 5-8 Prozent teurer ist als ein No-Name-Produkt; dafür bietet sie aber wesentlich mehr Sicherheit.
  4. Nicht an der Statik sparen
    Obwohl das Montagesystem nur zu etwa fünf Prozent an den Gesamtkosten der Photovoltaik-Anlage beteiligt ist, werden hier die meisten Fehler gemacht. Zu schwach ausgelegte Befestigungskomponenten haben in der Praxis nicht selten dafür gesorgt, dass die Anlage den ersten Sturm oder Neuschnee nicht überlebt. Erfahrene Fachinstallateure berücksichtigen und berechnendie individuellen Anforderungen an die Statik der Anlage, abhängig von der bestehenden Dachkonstruktion. Parameter wie Sparrenabstände, Schneelastzone, Windlastzone, Randabstände, Gebäudehöhe, Standort und die Art der Unterkonstruktion haben maßgeblichen Einfluss auf Menge und Art der Befestigung.
  5. Anlage und Montage aus einer Hand
    Am sichersten und bequemsten ist die Beauftragung einer Photovoltaik-Anlage über ein Unternehmen, dass alles aus einer Hand bietet: Beratung, Auslegung und Dimensionierung, Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und – falls gewünscht – sogenanntes Monitoring (= Überwachung).

 

Quelle: Frankenpost-Artikel vom 16.01.2010

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